Bestenlehrer GmbH
Oberflächen für Werkzeuge

Glanzgradstudie Polyglanz

Hochglanzoberflächen im Spritzgusswerkzeug = Hochglanzoberfläche am Bauteil?
Mit welchem Kunststoff lässt sich welche Oberflächenqualität am Bauteil erzeugen?

Um diese Fragen zu beantworten wurde von der Hochschule Schmalkalden ein Formeinsatz mit 2 Referenzflächen hergestellt und durch die Polierwerkstatt Bestenlehrer poliert. Eine Fläche wurde hierzu in der Qualität B1 (Glanzpolitur mit Ra 0,03µm), die zweite in der besten Güte, B0+ (Spiegelhochglanz mit Ra 0,01µm) poliert. Dieser Formeinsatz mit seinen 2 Referenzflächen steht nun für alle weiteren Versuche der Hochschule zur Verfügung.

Ziel der Studie ist nun, möglichst viele, unterschiedliche Kunststoffe mit diesem Werkzeug zu verarbeiten und eine Aussage, bzw. eine Beurteilung der Oberfläche der Musterteile zu treffen und zu verifizieren. Dieses Wissen kann den Kunststoffverarbeitern bei der Auswahl der möglichen Kunststoffe, speziell für Hochglanzanwendungen, zur Verfügung gestellt werden. Gerade bei „einfachen“ Kunststoffen, welche keine ausgewiesene Hochglanzeignung aufweisen, kann eine Aussage zur Hochglanzwiedergabe für die Kunststoffverarbeiter interessant sein.

Erste Ergebnisse wurden auf der Molding Expo in Stuttgart (21. – 24.05.2019) auf dem Messestand der Hochschule Schmalkalden (Halle 7, Stand C55) und auf dem Messestand der Bestenlehrer GmbH (Halle, Stand C37) vorgestellt.

Wie ist die Idee zu diesem Projekt entstanden? (Hintergrund zur Projektentstehung)

Auf der Fakuma 2018 wurde eine Oberflächen-Musterplatte der Firma Bestenlehrer vorgestellt. Im Messegespräch zwischen Herr Prof. Seul (Hochschule Schmalkalden) und Herrn Bestenlehrer (Geschäftsführer Bestenlehrer GmbH) wurde unter anderem die Möglichkeit erörtert, ob unterschiedliche Kunststoff-Typen mit dem Musterplattenwerkzeug hergestellt werden können. Eine Beurteilung unterschiedlicher Musterplatten aus unterschiedlichen Kunststoffen, hergestellt im selben Werkzeug, könnte für Kunststoffverarbeiter als auch für den Endanwender von Interesse sein. Da ein Materialwechsel bei dem vorhandenem Werkzeug und der verwendeten Spritzgussmaschine jedoch nicht einfach möglich ist, kam die Idee auf, hierfür ein kleines Werkzeug in der Hochschule zu fertigen. Erste Skizzen hierzu entstanden noch während der Messe. Der Rest war eine Sache von gemeinsamem Engagement und Machen. Was Werkzeug macher halt so tun, wenn sie neugierig sind und Wissen erarbeiten wollen...

Pressebericht "Plastverarbeiter" [link]






Fotografie und Bildbearbeitung: Finamedia